Der Arbeitskreis “Sichtbarkeit für (Solo-)Selbständige” adressiert die strukturelle Unsichtbarkeit und prekäre Situation freiberuflicher Kunstweltakteur:innen.
Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass trotz gesellschaftlicher Relevanz und hoher fachlicher Kompetenz viele (solo-)selbständige Akteur:innen wenig Anerkennung und Einfluss erfahren. Dies äußert sich unter anderem in fehlender politischer Lobby, prekären Lebensrealitäten, eingeschränkter sozialer Absicherung sowie strukturellen Diskriminierungen, etwa durch unklare Berufsbezeichnungen oder mangelnde Vereinbarkeit mit Care-Arbeit.
Der Arbeitskreis zielt darauf ab, Bewusstsein für diese Problemlagen zu schaffen und politische sowie institutionelle Sichtbarkeit zu erhöhen. Gleichzeitig sollen solidarische Strukturen gefördert werden. Geplant sind:
- Entwicklung von Selbstverpflichtungen für faire und diskriminierungsfreie Zusammenarbeit,
- Aufbau von Peer-Support-Angeboten,
- Etablierung eines Mentoring-Programms für Newcomer:innen.
Zudem soll verdeutlicht werden, dass bürgerschaftliches Engagement kein Ersatz für professionell bezahlte Kulturarbeit sein darf. Auch die Förderung von Begegnungen auf Augenhöhe, etwa durch Tandemformate zwischen Führungspersonen und Selbständigen – ist ein Ziel des Arbeitskreises.








