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Unsere Slow Art Salons sind eine wiederkehrende Reihe sorgfältig kuratierter, thematischer Veranstaltungen nach einer Idee von Nathalie Krall. Jeder Salon widmet sich einem bestimmten Thema anhand ausgewählter Kunstwerke und lädt dazu ein, sich intensiv mit einer gezielten kuratorischen Erzählung auseinanderzusetzen. Inspiriert vom internationalen Slow Art Day, einem jährlich stattfindenden Tag im Zeichen des entschleunigten Blicks und der bewussten Kunstbetrachtung, verstehen sich unsere Salons als Teil dieser breiteren Slow-Looking-Bewegung – übertragen in den digitalen Raum. Sie schaffen einen Raum für intensive Begegnungen, in dem Kunstwerke gemeinsam betrachtet und erlebt werden, und laden dazu ein, durch Aufmerksamkeit, Austausch und ein Gefühl von Gemeinschaft neue Perspektiven zu entwickeln.

Forschungsergebnisse deuten zunehmend darauf hin, dass wiederholte und vertiefte Formen der Kunstrezeption zum eudaimonischen Wohlbefinden beitragen können – einem Zustand, der sich durch Sinn, Reflexion, emotionale Wahrnehmung, Resilienz sowie ein vertieftes Gefühl von Verbundenheit mit uns selbst, mit anderen und mit der Welt um uns herum auszeichnet. Die Slow Art Salons schaffen die Bedingungen für solche Erfahrungen durch anhaltende Aufmerksamkeit, Neugier und Gespräch.

Im Mittelpunkt steht die Begegnung mit einzelnen, kuratierten Werken und das Entdecken von Details, Bedeutungen und Perspektiven, die sich erst im Verlauf der gemeinsamen Aufmerksamkeit entfalten.

Jeder Slow Art Salon beginnt mit einer stillen, konzentrierten Betrachtung weniger Kunstwerke. Im Anschluss entsteht ein offener Gesprächsraum, in dem Eindrücke, Fragen und unterschiedliche Sichtweisen geteilt werden können. Die Beiträge der Teilnehmenden prägen den Verlauf des Gesprächs und machen jeden Salon zu einer einzigartigen gemeinsamen Erfahrung.

Die Formate und variieren in Umfang und Kontext, bleiben jedoch stets dem Prinzip der aufmerksamen und bewussten Kunstbetrachtung verpflichtet.

Allen Salons gemeinsam ist die Begegnung auf Augenhöhe zur gegenseitigen Inspiration und in der Überzeugung, dass die Kunstwelt der Zukunft am besten gemeinsam durch kollektives kreatives und kritisches Denken gestaltet wird. (NK)

Was uns erwartet …

Wir beginnen mit dem Schauen. Achtsam, langsam, ohne Eile. Was ist sichtbar? Was fällt auf? Was bleibt offen? Gedanken und Gefühle kommen, verweilen und ziehen weiter.

Von dort aus betreten wir die Welt der Worte. Teilnehmende beschreiben, was sie sehen, und übersetzen Wahrnehmung in Sprache. Dann treten weitere Kontexte in den Raum. Interpretation werden mit jedem Gedanken, den wir teilen, tiefer und vielschichtiger. Bedeutungsebenen öffnen sich. Kunsthistorische Perspektiven, Titel, Maßstab, Biografie und historischer Kontext werden zu Wellen, die die Diskussion weitertragen.

  • Wie verändert ein Titel die Wahrnehmung eines Bildes?
  • Was geschieht, wenn wir uns seine Größe vorstellen?
  • Wie verändern biografische Details das, was zunächst eindeutig erschien?
  • Welche Fragen stellt der historische Kontext?

Alle Gedanken sind willkommen. Alle Ideen sind wertvoll.

Wir betrachten gemeinsam bis zu drei Kunstwerke. Pro Werk etwa fünf Minuten stilles Schauen – einfach nur hinsehen, wahrnehmen, atmen. Danach öffnen wir den digitalen Raum für den gemeinsamen Austausch: Welche Gedanken sind entstanden? Welche sind weitergezogen? Und welche sind geblieben?

Die Kurator:innen der Session stellen eine Auswahl an Kunstwerken zusammen, die wir gemeinsam betrachten. Keine kunstwissenschaftlichen Vorträge, keine Präsentationen, kein Vorwissen nötig. Der Slow Art Salon lebt vom Augen-Blick, von der Zeit, die wir uns nehmen, und von der Neugier, die bleibt.

Alles, was benötigt wird, ist eine stabile Internetverbindung, ein Bildschirm und die Bereitschaft, sich auf dieses kleine, sorgfältige Experiment einzulassen. (NK)

Inspiriert von

Weitere Informationen

Bown, Claire. “How to Keep Practicing Slow Looking After Slow Art Day.” 2025. https://thinkingmuseum.com/2025/04/08/how-to-keep-practicing-slow-looking-after-slow-art-day/ (zuletzt besucht: 08.04.2025).

Kaplan, Isaac. “How Long Do People Spend Looking at Art in Museums?” Artsy. https://www.artsy.net/article/artsy-editorial-long-people-spend-art-museums (zuletzt besucht: 01.07.2026).

Slow Art Day. “Slow Art Day Annual Report 2025. 15th Anniversary Report.” https://www.slowartday.com/about/ (zuletzt besucht: 01.07.2026).

Smith, Lisa F., Jeffrey K Smith, Pablo P. L. Tinio. “Time Spent Viewing Art and Reading Labels.” ResearchGate. https://www.researchgate.net/publication/296475094_Time_Spent_Viewing_Art_and_Reading_Labels (zuletzt besucht: 01.07.2026).

Trupp, MacKenzie D., Claire Howlin, Anna Fekete, Julian Kutsche, Joerg Fingerhut, and Matthew Pelowski. “The Impact of Viewing Art on Well-being—A Systematic Review of the Evidence Base and Suggested Mechanisms.”” The Journal of Positive Psychology (2025). https://doi.org/10.1080/17439760.2025.2481041.

Universität Wien. “Adding Art to Our Lives Boosts Well-being.” https://www.univie.ac.at/en/news/detail/adding-art-to-our-lives-boosts-well-being (zuletzt besucht: 01.07.2026).

Bisherige Veranstaltungen

11. April 2026
Slow Art Day

Der ArtVenture Club lädt ein zum gemeinsamen Kunsterleben und zur Wiederentdeckung der Langsamkeit
kuratiert von Kunsthistorikerin Nathalie Krall

4. Juli 2026

Kuratiert von Kunsthistorikerin Nathalie Krall

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